Christian Rösner

Charakteristisch für Christian Rösner sind seine Holzarbeiten mit Kettensäge, die ihm eine schnelle unmittelbare Arbeitsweise erlaubt. Die grob aus dem Holz gesägten Skulpturen von Menschen und Tieren in überlebensgroßem bis kleinem Format von spontanem Ausdruck entstehen zwar nach Ideenskizzen, die Rösner zunächst in kleinen Tonbozzetti niederlegt und in Bronze gießt, doch erst die Ausführung gibt der Form die endgültige Gestalt, da er bei der Umsetzung in Holz den technisch bedingten Zufall mit einbezieht. Der Künstler beobachtet und analysiert dabei den Gegenstand zunächst detailliert und differenziert, so dass bei aller Spontaneität und eingehenden Beobachtung das Charakteristische stets zum Ausdruck kommt. Neben der Spontaneität in der Arbeitsweise, die im Werk selbst auch sichtbar sein soll, sind Rösners Figuren immer fest gefügt und architektonisch gebaut. Alle seine Skulpturen, selbst seine kleineren geschnitzten oder modellierten Werken, zeugen von bildhauerischem Denken.

Wenn Rösner auch immer dem Naturvorbild folgt und die künstlerische Aneignung der Wirklichkeit erstrebt, so geht es ihm nicht um eine mimetische Wiedergabe der vorhandenen Welt. Das Gegenständliche dient ihm als Anlass und Zeichen für grundsätzliche Positionen der Bildhauerei und nicht umgekehrt. Im wesentlichen soll die Formfindung das Inhaltliche transportieren. So erscheint auch der Verzicht auf Nebensächlichkeiten, Affektdarstellungen o.ä. nicht nur inhaltlich bedingt, sondern auch formal wichtig; denn auf diese Weise lenkt nichts von den Grundelementen der Plastik ab, und folgerichtig werden die formalen Mittel zu inhaltlichen Aussagen, dienen der emotionalen Steigerung.

Vita
2014

Ernennung zum Honorarprofessor an der Technischen Hochschule Georg Simon Ohm, Nürnberg

seit 2004

Lehraufträge an Technischen Hochschule Georg-Simon-Ohm, Nürnberg

2003

Stipendium der Stadt Nürnberg

2001

Ankauf der Figur „Mann trägt Baby“ durch die Museen der Stadt Nürnberg

1998

Examen

seit 1998

freischaffender Bildhauer

1997

Ernennung zum Meisterschüler

1991

Studium an der Akademie der bildenden Künste Nürnberg
bei Prof. Höpfner, Bildhauerei

1969

geboren in Bamberg

Ausstellungen
2016

Ausstellungen in Nürnberg, Berlin, Leipzig und Düsseldorf

2017

Galerie an der Pinakothek der Moderne – Barbara Ruetz

Preise
2006

Wolfram-von-Eschenbach Förderpreis

2012

Otto- Grau- Preis

2013

Preis der Wilhelm und Christine Hirschmann Kunst- und Kulturstiftung

2000

1. Kunstpreis der Nürnberger Nachrichten

1998

Preis mit Realisierung bei dem Gestaltungswettbewerb
„Kunst am Brombachsee“

1999

Debütantenpreis der Bayerischen Staatsregierung von BBK

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