Naomi Lawrence

Ride von Naomi Lawrence

Drei Charakteristika zeichnen die großformatigen Acrylgemälde der britischen Künstlerin Naomi Lawrence aus: Ihre Werke vereinen die visuelle Dynamik urbaner Erlebniswelten mit der Tiefgründigkeit von Graphic Novels. Die expressive Farbgebung und die ungewöhnlichen gegenständlichen Kompositionen, die oftmals auf radikalen Übermalungen beruhen, prägen den ganz eigenen Stil der Pop Art-Künstlerin – auch in der Serie der „Private Cubes“, die ebenfalls unter dem Ausstellungs-Titel „Money, Honey!“ zu sehen sind. Viele der Arbeiten weisen intensive, oft auch metallische Farben und ausdrucksstarke Charaktere auf – von Lawrence kreierte eigene Helden des Alltags werden mit grafischen Elementen, Textfragmenten und Humor kombiniert. 

 Naomi Lawrence (NoLaw) wurde 1966 in München geboren. Hier lebt und arbeitet die Britin, deren Eltern aus London stammen. Ihr künstlerisches Leben ist ebenso wissenschaftlich und universitär geprägt wie ihr familiärer Background: So war etwa ihr Großvater Thomas Maxwell Harris Professor der Botanik und als solcher Mitglied und auch Vorsitzender der British Royal Society. Lawrence selbst schließt an diese Tradition auf ihre Weise an: 2018 wurde sie zu einem Kunstwettbewerb der University of Oxford zum Thema „Tomorrow’s Oxford Heads“ eingeladen, den sie zusammen mit ihrer Partnerin gewann. Ihre Skulptur „Pink Head“ ist seit 2019 Eigentum der University of Oxford. Ein weiteres Objekt von Naomi Lawrence ist im Besitz des Münchner Stadtmuseums. Zahlreiche weitere Werke befinden sich in privaten Sammlungen. Ihre Kunst-Ausbildung erhielt Lawrence an der Ludwig-Maximilians-Universität München. Workshops, Seminare und Kunstreisen u.a. in die USA, nach Japan und England sowie in die Ukraine stellen einen essentiellen Teil ihrer künstlerischen Weiterentwicklung dar. 

Ausstellungen ihrer Arbeiten waren bislang in renommierten Galerien in Hamburg, Tokio, Zürich und Kiew sowie in Amsterdam im Café de Prins zu sehen. Für ihr Stadtgorilla-Projekt hatte sie bereits 2009 die „München dankt“-Urkunde der Stadt München erhalten. Für den Lizenznehmer der „Biene Maja“, Studio 100, durfte Lawrence 15 Motive der Kultfigur in ihrer Handschrift interpretieren.

Im Rahmen ihres Engagements für Menschenrechte machte sich Naomi Lawrence auch als Speakerin einen Namen: Die politische Situation in der Ukraine hatte sich ausgerechnet in dem Zeitraum zugespitzt, in dem die Künstlerin das Land der ehemaligen Sowjetunion erstmals besucht hatte, zur Eröffnung ihrer Kiew-Ausstellung. Die Ereignisse 2014 – eine Woche vor dem Beginn der zweiten Maidan-Revolution – hatten Lawrence schließlich so nachhaltig beeindruckt, dass sie einen Workshop für kreativen Protest unter dem Motto „Peaceful-Creative-Positive!“ initiierte. Daraus entstand schließlich eine ganze Serie innovativer Workshops, über die 2017 der Dokumentarfilm „Rainbow on Tour“ als Portrait von Naomi Lawrence international gezeigt wurde – die Signatur „NoLaw“ wurde zum Statement.

Naomi Lawrence ist Mitglied des BBK (Berufsverband Bildender Künstler) und des IAA (International Association of Art).

Ausstellungen
2019

University of Oxford, Oxford –„Tomorrow’s Oxford Heads”

2018

Wittelsbacher Platz, München –„Herz“(Interaktive Installation im Rahmen von „I’ll be with you whatever“/25 Jahre BISS)
Pasinger Fabrik, München –„Learning from a good neighbour“(Gruppenausstellung)

2017

Art Muc, München

2016

Atelierausstellung, München –„Keep on movin’“

2015

Comicon, Odessa

2014

Karas Gallery, Kiew –„Gay Propaganda“

2011

Cafe de Prins, Amsterdam–„Hope in hopeless times”

2010

CaSE+ Gallery, Tokyo

2010

Inzai, Japan

2009

Gasteig, München –„Stadt-Gorilla“
Inzai, Japan –„Red Dog“
Imizu, Japan –„Sweet Fish”

2008

Gallery Fujiya Ginza, Tokyo Ginza

2007

CaSE+ Gallery, Tokyo –„Just in case”
Artstore St. Pauli, Hamburg –„Hotel Condo”

2004

#11, Zürich

2003

Galerie Janik, München –„me, myself & I“

1999

Pasinger Fabrik, München –„Schweigen“

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