( aktuell, skulptur )
24 Okt – 30 Nov 2019

Alexander Heil

Einer der faszinierendsten Aspekte der Skulpturen Alexander Heils ist ihre überraschende Materialität. Die an organische Formen der Natur erinnernden oder abstrahiert figurativen Arbeiten entstehen aus Stämmen von Kastanien, Eichen oder Robinien, die der Künstler im wildesten Tal der italienischen Schweiz für jedes Werk speziell aussucht. In einem aufwendigen Verfahren verfremdet er die Hölzer nach der Bearbeitung mit einer schwarzen Färbung und verleiht ihnen eine an Bronze erinnernde Patina. In anderen Fällen wiederum stellt er einen Bronzeabguss von ursprünglich aus Holz gearbeiteten Formen her. Die außergewöhnliche optische und haptische Oberflächenwirkung – zwischen Holz und Metall – verweist auf das elementare Spannungsfeld zwischen Natur und Kultur, aus dem Heil seine Inspiration zieht. Die fließenden, kraftvollen Strukturen der Werke loten zudem die Grenzen zwischen Aktion und Kontemplation aus; sie entstehen aus der Beobachtung von Momenten und verorten den Menschen selbst in diesem Verhältnis zwischen Harmonie und Konflikt.

Alexander Heil, geb. 1970 in Frankfurt am Main, studierte zunächst Landschaftsarchitektur, ist jedoch seit den 90er Jahren bildhauerisch tätig und auf vielen nationalen und internationalen Ausstellungen vertreten. 2011 wurde er mit dem Wilfried Koch Preis für Skulptur ausgezeichnet. Der Künstler lebt und arbeitet in der Schweiz.

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Zeit II 

2015 
Eiche patiniert
Höhe 64 cm
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Dream it! 

2019
Esskastanie patiniert 
80 × 108cm 

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